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Freestyle WM 2011 wird aufgestockt

La Molina & Deer Valley mit Slopestyle

Eine wichtige Entscheidung beschloss der internationale Skiverband (FIS) auf einer Sitzung in Oberhofen (CH) am vergangenen Wochenende. Slopestyle Snowboard wird in das Programm der Weltmeisterschaft Freestyle Snowboard in La Molina (Spanien, 14.-23.01.2011) und Slopestyle Ski und Freestyle Ski Half Pipe werden in das Programm der Weltmeisterschaft Freestyle Ski in Deer Valley (USA, 30.1.-05.02.2011) aufgenommen. Details der Integration in das Programm werden in den nächsten Tagen mitgeteilt. Damit folgt die FIS der Forderung des olympischen Komitee vom letzten Montag in Acapulco (Mexiko), wonach Slopestyle Ski, Freestyle Ski Halfpipe und Slopestlye Snowboard eine erfolgreiche Weltmeisterschaft in diesem Winter durchführen müssen, wenn im Frühjahr 2011 positiv über die Aufnahme als neue olympische Disziplinen entschieden werden soll.

 

Seit Jahren trifft sich die Szene der Slopestyle Snowboarder und Skier in der Fun Parks der vielen Skigebiete auf der ganzen Welt. Neben Big Air Springen gehört das Fahren auf den rails (Tische, Bänke, Stangen, Rainbows usw.) zum Standard für die jungen Wintersportler in den Skigebieten. Zu einem grossen Fun Park gehört auch ein Halfpipe. Früher ein Treffpunkt der mutigsten Snowboarder, haben nun auch die Freeskier hier Einzug gehalten.

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Schon die "Openings" auf den diversen Gletschern im diesem Herbst zeigten, dass die überwiegende Zahl der Skifahrer und Snowboarder aus der Freestyle oder Freeski Szene kommen. Wo noch vor ein paar Jahren die alpineren Rennfahrer im Stangenwald und die rasante Race Carver Fraktion die dominierende Sportler waren, dominieren nun TwinTop Ski, Rocker oder breite Freeski die Gletscher. Ohne diese Freestyler hätte so manches „Opening“ im Oktober nicht stattgefunden. Noch vor Jahren kamen im Oktober/November zum klassischen „Anbrettln“ auf die verschiedenen Gletschern oft über 5000-10.000 Wintersportler pro Gletscher und ohne grosse Party. Jetzt bekommen die Freestyler und Freeskier im Oktober fast auf jedem Gletscher ihr Mega Opening. Mitte/Ende November buhlen dann die hochgelegenen Skigebiete (Ischgl, St. Anton, St. Moritz, Schladming) mit noch grösseren Mega Konzerten.

 

Die klassischen alpinen Skifahrer lockt der Gletscher im Herbst nicht mehr so richtig. Die alpine Rennmannschaften aus der Region und aus anderen Ländern kommen noch regelmäßig, wenn auch in kleinere Anzahl, zum intensiven Training. Bei den Slopestylern entscheiden oder bestimmen nicht Trainer, wann oder wo „gejumped“ wird oder welche rails wie gefahren werden. Das wir von den vielen Jugendlichen über SMS, facebook oder sogar noch über Telefon selbst organisiert oder wird von den Ausschreibungen interessanter Szenenevents beeinflusst. Denn die meisten Wintersportclubs bieten einen organisierten Trainingsbetrieb auf einer big air oder rail Anlage gar nicht.

 

Weitsicht zeigte der Wintersportverein Oberaudorf 1905. E.V., als er im Sommer 2008 die moderne Freestyle Wasserschanze am Luegsteinsee eröffnete und im Sommer 2010 Deutschlands erste Sommer Rail mit 2 Obstacles an der Talstation der Hocheck Bergbahn betrieb. Hier wurde ca. 50 qm Skitrax Kunststoffmatten ausgelegt und schon konnten die Jugendlichen den ganzen Tag trainieren. In Oberaudorf wird für die Gegenwart und Zukunft des Wintersports geplant.

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Schon im Sommer beschloss der DSV mit Thomas Wacht einen erfahrenen Mann für die Organisation der Disziplin Freestyle Ski Halfpipe einzusetzen. Die Entwicklung bei den alpinen Disziplinen Slopestyle Ski und Snowboard hingt da noch etwas zurück. Aber gerade Slopestyle schuf in den letzten Jahren eine Masse neuer Wintersportbegeisterte, die sich freuen, mit Freunden und Gleichgesinnten am Wochenende einen „perfekten Tag“ zu gestallten. Eigentlich steht nicht die Leistung im Vordergrund, sondern Spass und Leute treffen. So ganz nebenbei entstand eine hohe Leistungsbereitschaft, die Big Air Anlagen und Slopestyle rails nicht nur „ordentlich“ befahren zu wollen. 1080 Drehungen, Doppel und Dreifach Cork oder Misty heißen die neuen Begriffe auf der Schanze. Akrobatische Drehungen auf den verschiedenen Obstacles gehören heute zum Standartprogramm der Spitzenfahren.

 

Welche phantastischen Leistungen möglich sind, zeigte die Freestyle Junioren WM im August 2010 in Neuseeland. Erfreut zeigt sich auch die Wintersportindustrie, denn diese neuen Disziplinen befeuerten die Ingenieure, mit neuen Konstruktionen wie Twin Top, Rocker auch das Skimaterial diesen neuen Disziplinen „anzupassen“. Denn bissige, taillierte Carving Ski sind hier nicht angesagt! Es war einmal ein Trend. Skigebiete wie Laax (CH) haben im Skiverleih schon keine traditionellen Carving Ski mehr im Programm. Das ältere Publikum ist dann überrascht, wie einfach, spursicher und flexible mit diesen neuen, breiteren Ski (teilweise 70 mm und breiter) auf und abseits der Piste gefahren werden kann.

 

Die Entscheidung der FIS bringt aber die meisten Skiverbände in Zugzwang. Weitere alpine Disziplinen benötigen eine neue Organisation mit Aufbau von Strukturen von der Basis bis zur Leistungsspitze. Von diesen Strukturen sind aber die meisten nationalen Verbände, auch der Deutschen Skiverband und deren regionalen Verbände, weit entfernt. Dazu kommt die angespannte Finanzlage, wo schon bei den traditionellen alpinen und nordischen Disziplinen eisern gespart werden muss.

 

Eine ähnliche Situation gab es in den 80er Jahren, als die „wilden“ Snowboarder in den DSV integriert werden sollten, damit sie bei den olympische Spielen starten durften/konnten. Damals gab es aber schon eine nationale Organisation mit zentral organisierten, nationalen und internationalen Wettkämpfen. Diese zentralisierte Organisationsstruktur ist aber bei den Slopestylern bis jetzt noch nicht vorhanden. Es ist nun die Aufgabe des DSV, aus den verschiedenen, privat organisierten Slopestyle Veranstaltungen (z.B. chill & destroy, jump & turn), organisierte Strukturen zu schaffen. Denn wer soll Deutschland bei der Freestyle Snowboard WM und Freestyle Ski WM in Deer Valley vertreten?

 

Die FIS wird in den nächsten Tagen den Qualifikationsmodus für die neuen Disziplinen festlegen – ob und wie die nationalen Verbände diese Vorgaben in der kurzen Zeit umsetzten können, bleibt abzuwarten. Im Frühjahr 2010 haben die großen nationalen Skiverbände die FIS beauftragt, sich für die Aufnahmen von Slopestyle Ski und Snowboard als neue olympische Disziplinen einzusetzen. Wohl überrascht von der breiten Akzeptanz bei der FIS und beim IOC wird es jetzt Zeit, nationaleTaten folgen zu lassen – die Zeit drängt!

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WSV Oberaudorf e.V. 1905 - hier lebt Wintersport

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